Broken Dreams
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Neues Kapitel ist online! Ob man erfährt, was Tills Ex denn nun wirklich von ihm will?

All I NEED Reverse/Leseprobe
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All I Need…
L.A. 1987
Sie führen mich gerade ab weg von dem Ort des grausamen Geschehens. Die Polizisten zerren an mir herum, ich stolpere, das Metall der Handschellen bohrt sich tief in das Fleisch meiner Handgelenke, doch ich spüre nichts, rein gar nichts. Als ich auf den Knien bin, bemerke ich wie beiläufig, dass meine Nylons kaputtgegangen sind, aber ich weiß nicht, wann das passiert ist. Gerade eben, währenddessen oder schon, als ich mich am frühen Abend zurechtgemacht hatte? Es gab eine Zeit, da hätte mich die Tatsache, auch nur eine kleine Laufmasche in meinen Strümpfen zu haben, fast um den Verstand gebracht, doch das scheint lange her zu sein, wie in einem anderen Leben.
Sie heben mich hoch, stellen mich wieder auf die Beine, öffnen die Autotür des Polizeiwagens und stoßen mich unsanft auf den Rücksitz. Ich pralle gegen die Scheibe, mein Kopf dröhnt. Meine Hände sind immer noch auf dem Rücken fixiert und ich kann mich kaum bewegen. Langsam fangen meine Schultern an zu schmerzen, da ich die ganze Zeit eine sehr verkrampfte Haltung eingenommen habe. Ich rappel mich hoch. Strähnen meiner schweißnassen Harre kleben mir im Gesicht und ich werfe den Kopf kurz nach hinten, um meinen Blick freizubekommen.
Die Nacht wird zum Tage durch das flackernde Scheinwerferlicht der Hubschrauber, die über uns kreisen und auf den Streifenwagen der örtlichen Polizei drehen sich die Blaulichter unablässig. Wieso eigentlich noch, schießt es mir unwillkürlich durch den Kopf. Die unzähligen Blitzlichter der sofort herbeigeeilten Presse blenden mich. Mit gesenktem Kopf verharre ich auf dem Rücksitz, als ein Fotograf versucht, mich durch die Scheibe zu fotografieren. Ich bin mir sicher, innerhalb kürzester Zeit wird sich diese Nachricht um die ganze Welt verbreiten, erste Meldungen werden sicherlich noch heute Nacht live über die Fernsehschirme des Landes flimmern und dann wird diese Villa hier zum Wallfahrtsort werden. Schnell hat sich eine ganze Meute um das Auto versammelt, ich höre ihre aufgeregten Stimmen, doch es dringt kaum etwas davon in mein Bewusstsein vor.
„Okay, Miststück, wir fahren jetzt ins Lynwood Jail, das wird dein Zuhause für die nächsten Jahre sein, vielleicht auch für den Rest deines erbärmlichen Lebens!“
Die Stimme des Mannes klingt kalt und unheimlich sarkastisch. Wahrscheinlich verspricht er sich einen weiteren Streifen auf seiner Uniform, weil er es war, der mir die Handschellen angelegt hat und mich sozusagen außer Gefecht gesetzt hat. Diese Idioten haben doch keine Ahnung. Von mir geht absolut keine Gefahr mehr aus, für nichts und niemanden. Mein Werk ist vollendet. Ich habe getan, was getan werden musste. Ich habe ein Ende gesetzt, ein Ende, das ich selbst so gewählt habe, dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Ebenso der Tatsache, dass ich schuldig bin. Ja, in den Augen der Menschen, der Welt, der Öffentlichkeit und der Justiz bin ich das auch. Doch ich hatte keine Wahl gehabt, für mich gab es nur diesen einen Ausweg.
Dann setzt sich der Wagen langsam in Bewegung, wobei es Probleme gibt, einen sicheren Weg durch die Menschenmenge zu finden, denn immer wieder stellen sich Leute in den Weg, klopfen auf das Dach oder gegen die Scheibe, um mein Gesicht zu sehen oder das eine Foto zu schießen, das mich im Streifenwagen zeigt. Haben sie denn nicht schon genug Bilder bekommen? Der Weg von der Villa bis hierher war der reinste Spießrutenlauf gewesen und ich hatte keine Möglichkeit gehabt, mein Gesicht zu verbergen. Ohnehin war ich keine Unbekannte. Einigen Leuten war ich ganz sicher ein Begriff, da ich schon in diversen Klatschblättern aufgetaucht war. Erfahrung mit Paparazzi machte ich heute nicht das erste Mal. Es war mir immer ein Gräuel gewesen, in den Fokus der Öffentlichkeit zu geraten und das nur, weil ich den falschen Mann liebte. Doch auch das war jetzt schon vollkommen egal. Es spielte keine Rolle mehr, dass ich jetzt sicherlich es zu noch mehr trauriger Berühmtheit bringen würde.
Wo wir hinfahren, das interessiert mich nicht. Von mir aus könnten wir auch direkt in die Hölle fahren, das wäre mir lieber, denn dort werde ich sowieso enden, warum also nicht jetzt gleich? Warum diese Umwege? Dieses unnötige Hinauszögern? Aber mir das Leben zu nehmen, dazu hatte mir der Mut gefehlt, ich war feige, ja, das war ich! Ich hatte es vorgehabt, ein glatter, kurzer Schnitt, und alles hätte ein Ende gehabt. Ich wäre schwächer geworden, müde und wäre schließlich für immer in den ewigen Schlaf des Vergessens hinab gesunken. Mit zitternden Händen hatte ich die blutbefleckte Klinge gehalten und an die Innenseite meines Handgelenkes gedrückt, dort wo die Adern bläulich durch meine blasse Haut schimmerten. Doch ich hatte versagt. Ich konnte es einfach nicht tun. Klirrend fiel das Messer zu Boden, während ich weinend zusammenbrach.
Aber vielleicht war das Leben, das mir jetzt bevorstand, eine viel schlimmere Strafe, als sich einfach davonzustehlen. Ich musste büßen, für das, was ich getan hatte und zwar mein ganzes Leben lang. Vielleicht würden sie mich für psychisch krank erklären und ich würde mein Dasein in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie fristen. Oder ich würde, was doch wahrscheinlicher war, für eine sehr lange Zeit das Tageslicht nur zu mir vorgegebenen Zeiten erblicken, getrennt durch Gitterstäbe vom Rest der Welt, eingepfercht mit unzähligen Fremden in dem Frauengefängnis dieser Stadt ohne Aussicht auf Freiheit. Das war mir sowieso alles gleich, ich war leer, verbraucht und ich hatte ohnehin schon das wichtigste in meinem Leben verloren, meine Liebe, die Liebe meines Lebens…
Chris Harms-LORD OF THE LOST
Mann, was bin ich aufgeregt! Am 24.01. sehe ich die Jungs zum ersten Mal endlich live in Berlin!
Na, bei DEN Aussichten kann ja nichts schiefgehen!!
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27. Kapitel meiner Mötley-Story ist endlich online! Es geht weiter mit Vince, Nikki, Axl, Mick….
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Neues Kapitel von “All I NEED Reverse” ist online!!!!



